Key-Visual der Ausstellung "Bettgeschichten"

Bettgeschichten

Ausstellung | accessibility.time_to

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Ausstellung

Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens im Bett. Das wichtigste Möbel der Menschheit hat eine ganz eigene Vergangenheit. Ein Gang durch die Schlafzimmer des 17., 18., 19. und 20. Jahrhunderts zeigt nicht nur, wie sich Bett oder Nachtwäsche verändert haben, sondern lässt auch erahnen, wie das gesellschaftliche Zusammenleben funktioniert hat.

Führungen

Key-Visual der Ausstellung "Bettgeschichten"

Bettgeschichten

Private Gruppenführung

Das Schlafzimmer bleibt unseren Blicken oft verborgen. Eine Reise durch vier Jahrhunderte öffnet Türen und zeigt, dass dies früher anders war. Wie hat sich das Schlafzimmer vom Repräsentations- zum Privatraum gewandelt? Mit welchen Möbeln waren die Schlafzimmer eingerichtet und mit welchen Textilien wurden sie ausgestattet? Die Führung gewährt Einblicke in einen Raum, der viel zu erzählen hat über Lebenswelten, Gewohnheiten und das Zusammenleben.

Führung: 1 Stunde

Führungen für private Gruppen sind auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich:
Mo zwischen 9.30 und 18 Uhr, Di bis Fr zwischen 9.30 und 19.45 Uhr, Sa und So zwischen 10 und 17 Uhr.

Anmeldung:  

2 Wochen im Voraus

Dauer:

 

60 Minuten, spezielle Angebote auf Anfrage möglich

Gruppengrösse:

 

max. 25 Personen pro Führung.

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Weitere Angebote nach Absprache.

Kosten:


 

 

180 CHF für die Führung, zuzüglich reduzierter Eintritt von 10 CHF pro Person.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei.

Für Gruppen von Personen mit Ausweis N, S, B, F (Flüchtling) oder F (Ausländer/in) sind Führung und Eintritt kostenlos. 

accessibility.sr-only.person_card_info Reservationsdesk

+41 44 218 66 00 reservationen@nationalmuseum.ch

Schulen

Einblick in die Schulunterlagen "Bettgeschichten".

Schulunterlagen

Die Schulunterlagen mit Hintergrundtexten und Arbeitsblättern dienen der vertiefenden Beschäftigung mit dem Ausstellungsthema.

Bettgeschichten – Überblicksführung

Kissenbeüge mit Blumenmustern aus der Ausstellung "Bettgeschichten"

Mittelstufe | Sekundarstufe I und II

Das Schlafzimmer bleibt unseren Blicken oft verborgen. Eine Reise durch vier Jahrhunderte öffnet Türen und zeigt, dass dies früher anders war. Wie hat sich das Schlafzimmer vom Repräsentations- zum Privatraum gewandelt? Mit welchen Möbeln waren die Schlafzimmer eingerichtet und mit welchen Textilien wurden sie ausgestattet? Die Führung gewährt Einblicke in einen Raum, der viel zu erzählen hat über Lebenswelten, Gewohnheiten und das Zusammenleben.

Führung: 1 Stunde
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Bettgeschichten – von Schlafmützen, Siebenschläfern und Traumfängern

Schlafmütze mit Verzierungen, gezeigt in der Wechselausstellung "Bettgeschichten"

Unterstufe

Rund ums Schlafen und Träumen gibt es viel zu erzählen und entdecken. Der Rundgang führt in prunkvoll ausgestattete Gemächer und in sagenhafte Traumwelten. Wie schlafen Helden und Prinzessinnen in Märchen und Bilderbüchern? Wer macht einen Winterschlaf? Welche Schlaflieder singen wir? Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf eine Traumreise, die mit dem Vorlesen einer Geschichte abgerundet wird.

Fürhung: 1 Stunde
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Bettgeschichten – Schlafen in vier Jahrhunderten

Historische Fotografie einer Familie beim Lauben.

Mittelstufe | Sekundarstufe I und II

Das Schlafzimmer hat sich in den letzten Jahrhunderten stark gewandelt – vom Repräsentationsraum zum privaten Rückzugsort. Wie haben sich unsere Wohnformen verändert? Wie hat das Zusammenleben früher funktioniert? Die Schülerinnen und Schüler setzen sich vertieft mit einem der ausgestellten Schlafräume auseinander. Ausgerüstet mit Aufgabenkarten erarbeiten sie sich Wissen über verschiedene Lebenswelten und schaffen Bezüge zum eigenen Alltag.

Interaktive Führung: 1.5 Stunden
kostenlos für alle Schulklassen aus der ganzen Schweiz

Führungen: kostenlos und auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Anmeldung:  

mindestens 2 Wochen im Voraus

Sprachen:

 

Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

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Key-Visual der Ausstellung "Bettgeschichten"

Einführung für Lehrpersonen

Führung durch die Ausstellung und Inputs zur Arbeit mit Schulklassen aller Stufen. Mit Christina Sonderegger und Joya Indermühle, Ausstellungskuratorinnen, und Lisa Engi, Bildung & Vermittlung.

Mi 25.11. | 17.30 – 19.00

Key-Visual der Ausstellung "Bettgeschichten"

Selbstständige Besichtigung

Die Ausstellung kann auf Anmeldung auch selbstständig besucht werden. Vorgängige Besuche sind für Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz kostenlos.

Videos

17. Jahrhundert – Repräsentation und Schutz

Das Himmelbett ist das wertvollste Möbel des Hausrats. Betthimmel und -vorhänge schützen vor Schmutz und Kälte. Geschlafen wird erhöht und in Schräglage. Man trägt ein schlichtes Hemd und eine wärmende Haube.

18. Jahrhundert – Nachthemd

Als Nachtgewand wird das Taghemd sowie eine Nachthaube getragen.

20. Jahrhundert – Alles aus einem Guss

Das Schlafzimmer ist der privateste Raum der Wohnung. Die Aussteuer ist beliebt und weit verbreitet. Als Nachtgewand trägt der Mann einen Pyjama. Der Zweiteiler wird nur von der modernen Frau getragen.

20. Jahrhundert – Individuell und multifunktional

Nach 1960 wird das Bett zum Zentrum des privaten Tagesablaufs. Man braucht es quasi nicht mehr zu verlassen.

Blogbeiträge zum Thema

Medien

Bettgeschichten

Landesmuseum Zürich | 3.12.2020 - 24.5.2021
publiziert am 30.11.2020

Mit keinem anderen Möbelstück verbringt der Mensch so viel Zeit wie mit dem Bett. Das Landesmuseum Zürich präsentiert Bettgeschichten über vier Jahrhunderte.

Während eines Drittels seines Lebens liegt der Mensch im Bett. Kein Möbelstück ist ihm näher. Im Bett werden wir geboren und dort sterben wir. An diesem Ort lieben wir uns oder suchen Erholung nach einer Krankheit. Meist schlafen wir auf diesem Möbelstück, manchmal hängen wir darin aber auch unseren Gedanken nach, hören Musik oder lesen. Heute gelten Betten in Schlafzimmern als intime Orte. Wenn man Gäste empfängt, ist dieser Raum meist tabu. Das war nicht immer so. Im 17. Jahrhundert benutzte der französische König Ludwig XIV. das Schlafzimmer als Bühne für seine Machtdemonstrationen. Der Sonnenkönig stand vor einem ausgewählten Publikum auf und wenn er sich zum Schlafen hinlegte, war dies ebenfalls ein öffentlicher Akt. Viele europäische Fürsten kopierten die Gepflogenheiten des französischen Könighofs und bald wurden die Schlafzimmer zum Statussymbol. So auch in der Eidgenossenschaft.

Der öffentliche Charakter des Schlafzimmers verschwand im 19. Jahrhundert. Auch das Bewusstsein für Hygiene begann das Verhältnis der Menschen zum Schlafen zu verändern. Ungeziefer und üble Gerüche – Jahrhunderte lang als notwendiges Übel akzeptiert – wurden nun untersucht und bekämpft: Einzelbetten ersetzten Schlafstätten für mehrere Personen, Holz als Grundmaterial wurde von Metall abgelöst, Prunk machte der Funktionalität Platz. Gleichzeitig stieg die Schamgrenze. Man schlief zunehmend nicht mehr in Gruppen, sondern alleine und angekleidet.

Die Ausstellung «Bettgeschichten» im Landesmuseum Zürich führt die Besucherinnen und Besucher auf einen Rundgang durch die Schlafzimmer der gehobenen Schweizer Gesellschaft. Vom 17. bis ins 20 Jahrhundert hat sich viel verändert.

Bilder

Himmelbett aus Schloss Bürglen TG von 1691

In der vornehmen Wohnung dient das Schlafzimmer auch als repräsentativer Empfangsraum. Dieses reich geschnitzte Paradebett ist die Schlafstätte des Hausherrn, des St. Galler Obervogtes Lorenz Werder.

Schweizerisches Nationalmuseum

Himmelbett aus Zürich, 1700-1735

Glänzende, kostbare Furnierhölzer lösen die plastischen Schnitzereien des 17. Jh. ab. Möbel mit wellenförmiger Oberfläche – sogenannte Wellenmöbel – sind zu Beginn des 18. Jh. typisch für die Stadt Zürich.

Schweizerisches Nationalmuseum

Ehebett von 1767

Die Braut bringt das Doppelbett sowie den Wäscheschrank mit in die Ehe. In der Art der lokalen Volkskunst sind die Möbel reich bemalt, weisen fromme Sprüche und Inschriften auf.

Schweizerisches Nationalmuseum

Hochzeitsschrank von 1782

Die Inschrift besagt, dass der Schrank zur Hochzeit von Catharina Müller und Mathias Hörler gefertigt wurde. Die gemalten Rocaillen verweisen auf die Zeit des Rokokos; die bildlichen Darstellungen auf die Legende des Wilhelm Tell.

Schweizerisches Nationalmuseum

Nachtstuhl, 1775-1800

Eine stuhlähnliche Konstruktion kaschiert den Nachttopf. Die mobile Toilette hält sich als nächtliche Alternative noch lange neben dem hygienischen, an die Kanalisation angeschlossenen Wasserklosett.

Schweizerisches Nationalmuseum

Einzelbett um 1830

Das schmale Bett in Schiffform ist typisch für das frühe 19. Jahrhundert. Es ist für eine Person gedacht. Zwei identische Betten werden gerne zu einem Doppelbett aneinandergeschoben.

Schweizerisches Nationalmuseum

Blick in die Ausstellung.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Blick in die Ausstellung.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Blick in die Ausstellung.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Blick in die Ausstellung.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Pressekontakt Landesmuseum Zürich

+41 44 218 65 64 medien@nationalmuseum.ch

Impressum

  • Gesamtleitung Andreas Spillmann
  • Ausstellungskuratorinnen Christina Sonderegger, Joya Indermühle
  • Projektleitung Christina Sonderegger
  • Szenografie Alex Harb
  • Grafik Thomas Lehmann Graphic Design, Zürich
  • Key Visual ACHTUNG! GmbH, Marco Heer, Bern
  • Bildung und Vermittlung Stefanie Bittmann, Lisa Engi
  • Marketing und Kommunikation Andrej Abplanalp, Alexander Rechsteiner, Carole Neuenschwander, Sebastiano Mereu, Anna-Britta Maag
  • Technische Leitung Mike Zaugg
  • Ausstellungsaufbau Janine Auf der Maur, Kim Badertscher, Bachir Ezzarari, Ladina Fait, Marc Hägeli, Mike Roder
  • Konservatorische Leitung Gaby Petrak
  • Konservierung und Objektmontage Elisabeth Kleine, Pina Lauber, Iona Leroy, Jürg Mathys, Françoise Michel, Carolin Muschel, Gaby Petrak, Tino Zagermann, Atelier Nadine Kilchhofer, Bern
  • Schreiner- und Metallarbeiten Atelier Thomas Imfeld, Niederlenz, Alder Stahl und Schweiss AG, Wädenswil
  • Rekonstruktionen Wohngestaltung Schnetzler, Zürich, Ina von Woyski Niedermann, Trimbach
  • Objektlogistik und Objektmontage Christian Affentranger, David Blazquez, Reto Hegetschweiler, Markus Scherer, Simon d’Hollosy
  • Leihwesen Maya Jucker, Bernard A. Schüle, Angela Zeier
  • Steuernder Ausschuss Heidi Amrein, Beat Högger, Markus Leuthard, Sabrina Médioni, Andreas Spillmann
  • Projektcontrolling Sabrina Médioni
  • Fotografie Jörg Brandt
  • Bildarchiv Andrea Kunz, Fabian Müller
  • Filmschnitt Pasquale Pollastro
  • IT / Web Thomas Bucher, Danilo Rüttimann, René Vogel
  • Übersetzungen Bill Gilonis, Zürich, Marco Marcacci, Lumino, Aude Virey-Wallon, Meudon

Leihgeber

  • Hanro-Sammlung, Archäologie und Museum Baselland, Liestal
  • Schauspielhaus Zürich, Kostümabteilung
  • Privatbesitz